|
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rheinbach durch die Ansiedlung vertriebener sudetendeutscher Glasveredler und Fachschullehrer aus Steinschönau (Kamenkcý Senov) und Haida (Nový Bor) zur „Stadt des Glases“. Das 1968 gegründete Glasmuseum Rheinbach im historischen Himmeroder Hof war das bundesweit erste Spezialmuseum für nordböhmisches Hohlglas. Die Sammlung umfasst Exponate von Barock bis zum zeitgenössischen Studioglas mit dem Schwerpunkt auf Gläsern des 19. Jahrhunderts. Das Museum gibt einen Überblick über die Kunst böhmischer Glasherstellung und -veredlung. Den Besucher erwarten u.a. barocke Schnittgläser, Farb- Schliff- und Schnittgläser des Biedermeier, Freundschaftsbecher, Prunkpokale des Historismus, Bäder- und Souvenirgläser des 19. Jahrhunderts sowie Jugendstil- und Art-Déco-Gläser. Eine besondere Abteilung veranschaulicht die Entwicklung des Rheinbacher Glases. In der Offenen Museumswerkstatt lassen sich Kunsthandwerker gerne über die Schultern schauen. Ein abwechslungsreiches Workshopprogramm richtet sich gleichermaßen an Kinder, Schulklassen und Erwachsene. Der neue, schicke Museumsshop hat sich in der Region zur ersten Adresse für ausgefallene Glaspräsente in allen Preisklassen entwickelt..
|