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ES KOMMT IMMER ETWAS DAZWISCHEN
Hanns Dieter Hüsch zum 88. Geburtstag.
Kabarettist und Clown, Poet und Philosoph
Hanns Dieter Hüsch entwickelte sich vom Liedermacher zum Kabarettisten, vom Satiriker zum Poeten und war Zeit seines Lebens ein unbändiger, fulminanter Erzähler, der ständig mit Geschichten um sich warf. Wenn nichts dazwischen kommt. Das aber war häufig der Fall.
Der Mensch mit allen seinen Facetten
Denn während er schreibt und erzählt, kommt ihm immer wieder Unberechenbares in die Quere - Besuche, Krankheit, Küche und Kirche, Termine und Telefonate. Hüsch, der sich mit Vorliebe einen älteren angeheirateten älteren Herrn nennt und zornige alte Männer nicht ausstehen kann, versucht mit seinen Geschichten, sich immer mehr von der Welt zu entfernen.
Toleranz als Lebensthema
Er möchte ein Vitrinenkünstler sein, einer, der sich gegen Entgelt ins Glashaus setzt und denen, die ihn von außen betrachten, von innen aufmunternd zuwinkt. Hüsch hält die Fahne der Heiterkeit hoch. Seine Devise lautet: keine Dramen, keine Sippenhaft, ruhig bleiben und fröhlich sein.
Engelbert Decker in ES KOMMT IMMER ETWAS DAZWISCHEN schildert einen rastlosen Lebensbericht aus Hüsch´s Sammlung skurriler Geschichten, manchmal scheinbar einfach, dann wieder höchst vertrackt arrangiert, eine Art Zwiegespräch mit dem Zuhörer, zeigt ihn als glänzenden Erzähler, im Dickicht existentieller Banalitäten, gefangen in täglichen Kleinigkeiten, stündlichen Auseinandersetzungen, morgendlichen Einbildungen und abendlichen Irrtümern temporeich und mit einem heiteren, philosophischen Touch.
Am Flügel Gero Meißner als ambitionerter Begleiter, liebevoll mit leisen, poetischen Tönen zwischen Lachen und Weinen, zwischen Leben und Tod - Tragödie und Komödie.
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