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"HEITER BIS WOLKIG"
Anekdoten und Geschichten von Eugen Roth
Engelbert Decker, Stimme, Gero Meißner, Klavier
Dr. Engelbert Decker spricht als vorzüglicher Interpret die Verse von Eugen Roth und lässt sie sehr gegenwartsnah erscheinen, er macht uns lachen, seine Auswahl an eingestreuten Chansons und Couplets mit Gero Meißner sensibel und ironisch am Flügel kommentieren das Versgeschehen, lässt uns aber auch fühlen, dass diese Welt zwar auch komisch ist, aber eher zum Verzweifeln komisch.
Eugen Roth beschreibt die Schwierigkeiten des Indivi-duums (er hatte schon früh den glücklichen Einfall von „Ein Mensch“ zu sprechen) mit den Umständen des Alltags, über dessen Fallstricke er immer wieder unversehens stolpert. Zwar möchten wir dies und jenes, aber - mit Busch zu sprechen - „erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“. Das bedeutet aber auch, daß Roth´s Art, die Welt zu betrachten menschen-freundlich ist, wenngleich alles andere als zukunftsfroh.
Im Ersten Weltkrieg wurde Eugen Roth schwer verwundet. Er studierte daraufhin Geschichte, Kunst-geschichte, Germanistik und Philosophie und promovierte 1922 zum Dr. phil.; von 1927 bis zu seiner fristlosen Entlassung durch die Nationalsozialisten im April 1933 war er Lokalredakteur der Münchner Neuesten Nachrichten. Nachdem er 1933 entlassen worden war, entdeckte er seine humorvolle Ader. Den ersten großen Erfolg hatte er 1935 mit dem Buch „Ein Mensch“, in dem er in heiteren und ansprechenden Versen den Menschen und seine Schwächen unter die Lupe nahm.
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