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Vita Lothar Tolksdorf
Als vierter Sohn seiner Eltern erblickte Lothar Tolksdorf schreiend die Welt. Das war 1967 im April abseits einer großen Straße in Norddeutschland. Tolksdorfs Mutter, eine Gemüsebäuerin aus Ostpommern mit Hang zur Vereinfachung nannte dieses Ereignis „schön“. Sein Vater, ein Nachfahre der berühmten Lido Hertlinger schloss sich dieser Meinung an.
Die Kindheit verbrachte Tolksdorf in einem von Nonnen geführten Kindergarten im Schatten eines Klosters, dessen Garten seine Mutter hegte. Als Tolksdorf die Schulreife erlangt hatte, sah man ihm dies nicht an. Deshalb blieb er noch ein Jahr zu Hause und studierte den Stammbaum seines Vaters.
In der Schule dann lernte er allerhand Unnützes, wovon er im Laufe seines weiteren Lebens permanent profitierte. Mit 21 Jahren machte Tolksdorf wider Erwarten Abitur in Wissen, einer Stadt an der Sieg. Danach machte er eine Handwerksausbildung zum Trampolinist. Bald aber begann er verschiedene Studien. In islamischer Theologie, Hauswirtschaft und Nähen und in Philatelie promovierte er gebührenfrei. Auf die Bühne kam er per Zufall, als gerade Kabarett gespielt wurde. Tolksdorf ist heute angesehener Schriftsteller im Kreise engster Freunde. In den vergangenen Jahren beschäftigte sich Tolksdorf vor allem nachts im Traum mit dem Universaldilettanten Söderberg, dessen Wirken und Werk er sich vollends verschrieben hat.
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